The Potential of Noise, screening w comments by filmmaker S. Planck

Stephan Plank präsentiert:

Conny Plank - The Potential of Noise

 

Kurzinhalt & Pressenotiz

Konrad „Conny“ Plank (1940–1987) war einer der innovativsten Klanggestalter und Musikproduzenten seiner Zeit. Die Aufnahmen, die ab den 60er Jahren in seinem sagenumwobenen Tonstudio in Wolperath nahe Köln entstanden sind, haben die Musikwelt revolutioniert. Er war der Pionier des Krautrocks und Wegbereiter der elektronisch geprägten Popmusik. Bands und Künstler wie NEU!, Brian Eno, David Bowie, Ultravox und die Eurythmics nahmen mit ihm auf und betonen noch heute den Einfluss, den er auf ihre Musik hatte. Ohne Plank hätte Gianna Nannini wohl für immer auf Englisch gesungen, und wäre ihm ein gewisser Bono sympathischer gewesen, würde „Joshua Tree“ von U2 heute ganz anders klingen.


Als Conny im Alter von nur 47 Jahren starb, war sein Sohn Stephan gerade mal 13 Jahre alt. 25 Jahre später hat er sich zusammen mit Co-Regisseur Reto Caduff auf die Suche nach dem Mann gemacht, den er als Kind oft nur hinter dem Mischpult erlebte. Zugleich wurde es auch die Suche nach dem künstlerischen Vermächtnis seines Vaters. Er hat sich mit Connys alten Freunden und Weggefährten getroffen: mit Annette Humpe und den Scorpions, mit Gianna Nannini, Devo, Ultravox und vielen mehr. Private, größtenteils unveröffentlichte Archivaufnahmen, wechseln sich mit persönlichen Interviews ab, in denen die Musiker_innen Einblicke in Connys akribische und höchst einfühlsame Arbeitsweise gewähren. Das emotionale Porträt des legendären Conny Plank wird so auch zu einer faszinierenden Reise durch die nationale und internationale Popmusikgeschichte der 70er und 80er Jahre.

© http://conny-plank.de

 

Stephan Plank über seinen Vater

Als mein Vater starb, war ich 13 Jahre alt. Er war eine Urgewalt, die über unendliche Kraft und Kreativität verfügte. Er war ein Pionier, der technische Entwicklungen vorwegnahm und neue musikalische Stilrichtungen prägte. Er war aber auch der einzige kettenrauchende Marathonläufer Hamburgs. Er soll über zwei Jahre kaum geschlafen haben, ist mit dem Fahrrad über die Alpen nach Italien gefahren und konnte Witze erzählen, dass die Leute brüllend vor Lachen auf dem Boden lagen.

Mein Vater arbeitete rund um die Uhr. Und ich wuchs quasi im Studio auf. Er war permanent anwesend, aber nicht wirklich erreichbar. Tatsächlich blieben uns nur wenige gemeinsame Momente.

Als kleiner Junge habe ich die Arbeit meines Vaters nicht verstanden. Zeit meines Lebens werde ich über ihn definiert. Überall wo ich hinkomme, werde ich mit den Worten vorgestellt: „Das ist Stephan, der Sohn von Conny.”

25 Jahre nach dem Tod meines Vaters war ich bereit, mich seinem Mythos zu stellen. Ich wollte herauszufinden, was er hinterlassen hat, wie stark er wirklich war, welche Geschichten stimmen und welche nicht. Während meiner Arbeit an Conny Plank - The Potential of noise habe ich auf diese Fragen Antworten gefunden.

© http://conny-plank.de

 

Conny Plank - The Potential of noise
Ein Film von Reto Caduff & Stephan Plankmit

Michael Rother
Daniel Miller
Scorpions
Devo
David A. Stewart
Annette Humpe
Les Rita Mitsouko
DAF
Gianna Nannini
Karl Hyde
Ultravox

uvm.

 

regie   Reto Caduff
Stephan Plank
Buch   Reto Caduff
Stephan Plank
Ziska Riemann
kamera   Frank Griebe
Roman Schauerte
u.a.
schnitt   Maxine Goedicke
tongestaltung   Rainer Heesch
Johannes Kunz
mischung   Tobias Fleig
filmtitel-design   Filmgraphik -
Sven Züge, Ollie Peters
herstellungsleitung   Paul Zischler
produktionsleitung   Nora Ehrmann
redaktion wdr   Jutta Krug
redaktion arte   Oliver Schwehm
koproduzent   Paul Zischler
produzenten   Milena Fessmann
Stephan Plank

Dave Stewart & Stephan Plank © Edition Salzgeber / Joshua Hess
Annette Humpe © Edition Salzgeber
Gerald Casale mit Stephan Plank · © Edition Salzgeber / Joshua Hess
Gianna Nannini © Edition Salzgeber
Michael Rother © Edition Salzgeber

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