M. Takara & Carla Boregas
Beide zentrale Mitglieder der brasilianischen Musikszene, spielen Carla Boregas und M. Takara seit 2018 als Duo zusammen. Ihre Musik entsteht aus dem Zusammenspiel von Schlagzeug und Synthesizern und verbindet Boregas’ ätherische, warme Elektronik mit Takaras jazzig improvisierter Percussion – irgendwo zwischen abstrakter Improvisation und treibendem Rhythmus. Die Klanglandschaft, die sie erschaffen, ist lebendig und unmittelbar: manchmal rau, manchmal schön, selten neutral oder zurückhaltend – eine organische Schichtung aus manipulierten Synthesizern und akustischen Klängen.
Erstmals verbanden sie ihre Ideen auf „Linha D’Água“ (2020, Bokeh Versions), wo sie versuchten, das Abstrakte hörbar zu machen – und eine geheimnisvolle, eindringliche Klangwelt schufen, in der Wasser als zentrales Inspirationselement dient. Dieses aquatische Motiv ist auch auf ihrer neuen Veröffentlichung „Grande Massa D’Água“ (Hive Mind Records) präsent. Die verträumte, dubartige Schwerkraft ihres Debüts weicht hier fein geknackten, filigranen Konstruktionen, die wirken, als könnten sie jederzeit zerbrechen – sie gleiten durch die Risse wie Wasser selbst, das ihren Kompositionsprozess prägt, die Vergangenheit überzieht und kraftvoll in die Zukunft strömt.
Aus den Randbereichen von Jazz, Elektroakustik und Electronica schöpfen sie diese Erfahrung und formen daraus eine immersive Klangwelt.