Tunegirl x Colin Benders

Strandbühne

Tunegirl und Colin Benders schließen sich für das Finale des 10-jährigen Jubiläums auf der Bühne zusammen. Beide brauchen eigentlich kaum noch eine Vorstellung – aber hier ist sie für alle Fälle…

Schon als Kind träumte TuneGirl davon, Musik zu machen. Sie begann als Gitarristin in Schulbands, spielte Hard Rock und später eigene Songs, und entdeckte in den 80ern Funk, Soul und Synthie-Pop. Als DJane in einer kleinen Disco lernte sie erstmals Synthesizer kennen und entwickelte ihre Liebe zu elektronischen Sounds.

In den 90ern stieß sie auf Techno-Künstler*innen wie Jeff Mills, Robert Hood und Richie Hawtin. Inspiriert von minimalistischen Drum-Machine-Sounds und neuartigen Rhythmen baute sie ihr erstes elektronisches Setup auf. 1999 legte sie eine lange Pause ein, bevor sie 2009 wieder mit Computern und Software experimentierte, jedoch schnell merkte, dass Jammen mit Hardware ihr wahres Element ist.

Schließlich entdeckte sie Eurorack-Systeme und modulare Synthesizer – nach intensiver Einarbeitung und viel Lehrgeld fand sie darin ihr ideales Instrument. Heute steht TuneGirl für kompromisslosen, improvisierten Techno zwischen Detroit, Acid und Minimal, live gespielt direkt aus dem Modularsystem.

 

 

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Nur wenige Künstler verkörpern musikalische Freiheit wie Colin Benders. Klassisch ausgebildet, machte er sich zuerst als Kyteman einen Namen, als Leiter des Kyteman Orchestra – einem ambitionierten Projekt, das Rap, Jazz und klassische Instrumente vereinte. Das brachte ihn als kreative Persönlichkeit ins Rampenlicht. Mit der Zeit wuchs sein Bedürfnis nach Neuerfindung, und der modulare Synthesizer wurde sein bevorzugtes Instrument: ein grenzenloses elektronisches System, in dem Improvisation und emotionale Ausdruckskraft zu einer Einheit verschmelzen.

Heute erzeugt Colin hypnotischen, improvisierten Techno direkt aus seinem Modularsystem. Jede Performance ist einzigartig, unvorhersehbar und voller Energie – reduziert, primal und rhythmusgetrieben. Seine Sets setzen weniger auf Melodie oder Show, sondern auf Dringlichkeit, Befreiung und Verbindung. Jede Aufführung wird so zu einem lebendigen Dialog zwischen Instinkt und Schaltkreisen, und die Musik existiert nur im Moment, während das Publikum Teil einer intensiven, kollektiven Erfahrung wird.

Colin verfeinert ständig seine Kunst, baut sein Modulsystem neu auf und beginnt gleichzeitig ein neues Lebenskapitel als Vater, während er seine globale Reichweite mit Auftritten in Europa, Südamerika und darüber hinaus erweitert. Roh, furchtlos und einzigartig, gehört er zu den außergewöhnlichsten Performer*innen der elektronischen Musik – ein lebender Beweis dafür, dass echte Improvisation noch immer Körper bewegt, tiefe Emotionen weckt und direkt in das Menschliche trifft.

 

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